Benjamin Schick - Schick Zahntechnik

Seine Arbeiten sind Unikate, klein und filigran und können nicht am Reißbrett geplant werden. Er braucht ein Gefühl für Formen und Farben, um aus Materialien wie Gold und Kunststoff ein kreatives Werk entstehen zu lassen, das vor allem eins sein muss: funktional, aber auch ästhetisch.

"Das Allgäu ist für mich der Mittelpunkt des Lebens"

Benjamin Schick schafft besondere Kunstwerke

Seine Arbeiten sind Unikate, klein und filigran und können nicht am Reißbrett geplant werden. Er braucht ein Gefühl für Formen und Farben, um aus Materialien wie Gold und Kunststoff ein kreatives Werk entstehen zu lassen, das vor allem eins sein muss: funktional, aber auch ästhetisch. Benjamin Schick ist kein Künstler - oder vielleicht doch. Der gelernte Zahntechniker mit Management- und Digitaltechnologie-Studium verbessert mit seinem Schaffen auf jeden Fall die Lebensqualität vieler Menschen entscheidend. Denn sprechen, kauen, lachen, das geht eben nur mit einem gesunden Gebiss: "Jede Arbeit ist anders und eigentlich nie schulbuchmäßig. Ich muss also nach sehr individuellen Lösungen suchen. Dabei kann ich von Null auf alles selbst herstellen und ich habe eine große künstlerische Freiheit. Das macht für mich den Beruf total spannend." Benjamin Schicks Familienlinie ist sehr 'zahngeprägt'. Seine Eltern gründeten die gleichnamige Dentalmanufaktur, die er vor acht Jahren übernommen hat. Da war er gerade mal 24 Jahre alt. Zwei Zahnärzte gehören ebenfalls zur Verwandtschaft. Zunächst einmal hat ihn das aber gar nicht gereizt, lieber wollte er etwas Betriebswirtschaftliches lernen und entschied sich, Versicherungskaufmann zu werden. "Das war mir aber dann doch zu trocken und ich hab die Ausbildung zum Zahntechniker gemacht." Dabei hat er entdeckt, wie viele Fähigkeiten man dafür braucht: Handwerkliches Geschick, medizintechnisches Wissen, Kreativität und auch die Fähigkeit mit Menschen umzugehen.

Fortschritt durch Digitalisierung - auch kleine Allgäuer Unternehmen sind dabei

Auch in der Zahntechnik wird die Digitalsierung die Zukunft sein. Die Dentalmanufaktur ist da schon voll eingestiegen, wodurch sie sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber einigen anderen Anbietern gesichert hat. Was früher mit Wachs modelliert wurde, wird heute in dem modernen Labor über 3D-Scanner digitalisiert, in einer speziellen CAD-Software designt und mit sogenannten 5-Achs-CNC-Fräsmaschinen und hochauflösenden 3D-Verfahren umsetzt. Eine ganze Menge, was die acht Mitarbeiter da beherrschen müssen. So entstehen Kronen, Brücken, Gebisse oder auch therapeutische Geräte wie Knirsch- und Schnarchschienen. "Ich kann bei manchen Menschen sogar erraten, was sie beruflich machen. Stäube wie Mehl oder Stein wirken am Zahn wie Schleifpapier. So erkenne ich, ob jemand Bäcker oder Bauarbeiter ist. Aber auch Pfeifenraucher oder Schneider haben typische Markierungen am Gebiss." Eine andere Form der Menschenkunde. Benjamin Schick forscht zusätzlich im universitären Bereich, um noch bessere, körperverträglichere Materialien beim Zahnersatz einsetzen zu können. Diese kauft er lieber in nächster Umgebung: "Weil ich im Allgäu verankert bin und auch definitiv hier bleiben möchte, will ich die Region stärken. Je näher jemand bei uns ist, desto besser. Dann kaufe ich auch ohne Preisvergleich." Qualität zahlt sich aus. Auch bei der Ausbildung schaut der junge Chef darauf, Lehrlinge aus der Region zu finden und danach im Unternehmen zu behalten.

Einen Ausgleich zu seinem 'Mundhandwerk' findet Benjamin Schick in der Allgäuer Gemütlichkeit. Gerne trifft er sich mit Freunden in typischen Allgäuer Wirtshäusern und nutzt die gute Küche. Aber auch Stille und Ruhe sind ihm wichtig: "Die finde ich im Wald, wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin." Im Winter geht er Skifahren und Snowboarden, wo er die unterschiedlichen Weißfärbungen nicht der Zähne, sondern des Schnees in den Allgäuer Alpen genießt. Da braucht er keinen Farbschlüssel mitzunehmen, um die richtige Tönung zu finden.

Botschafter für die Marke Allgäu bin ich...

...weil ich die Idee gut finde. Es geht nicht dabei nicht nur um den Tourismus, sondern darum, Mittelstand und Handwerk zu stärken. So entsteht durch die Marke eine Gemeinschaft, in der man sich untereinander austauschen kann.