Lechradweg (AB 267)

Das Projekt zielt auf die Schaffung eines durchgängigen Lechradwegs von Steeg (Oberlauf des Lech im Tiroler Lechtal) bis zur Mündung in die Donau. Mithilfe dieses naturnahen Tourismus- und Freizeitangebots am Lech soll eine Ausdehnung der Saison erreicht werden.

Der Lech entspringt im Lechquellgebirge in Vorarlberg und mündet nach 256 km bei Marxheim in die Donau. Obwohl es sich hierbei nur um einen Zufluss der Donau handelt, nimmt der Lech eine Sonderstellung ein. Es gibt nur wenige Flüsse dieser Kategorie zu denen es derart viel Literatur gibt wie über den Lech. Obwohl insb. in Bayern intensiv energiewirtschaftlich genutzt, befinden sich am Lech viele Schutzgebiete (FFH-Gebiete, Vogelschutzgebiete, Natura 2000 Gebiete, Landschaftsschutzgebiete). Diese formen einen wichtigen Biotopverbund und verfügen gleichzeitig über ein hohes Potenzial für naturnahe Erlebnisse. Auf österreichischer Seite hat der Lech sogar noch weitgehend den Charakter eines Wildflusses mit ausgedehnten Schotterbänken. In den letzten Jahren erfuhr der Fluss zudem eine deutliche ökologische Aufwertung durch Renaturierungs- und Hochwasserschutzprojekte. Trotz dieser Potenziale gibt es noch keine touristischen Angebote für Radfahrer entlang des gesamten Flusses, welche die naturkundlichen und kulturellen Besonderheiten dieser Flusslandschaft erfahr- und erlebbar machen. Der bestehende Lechradweg auf Tiroler Seite ist hierfür viel zu kurz. Über eine grenzüberschreitende Innovationspartnerschaft sollen Maßstäbe bei E-Mobilität, Digitalisierung (digitaler Reiseassistent über Big-Data-Technologien, Künstlicher Intelligenz) und Barrierefreiheit (Handbike-Tauglichkeit, Entwicklung von Audio-Touren für Menschen mit Sehbehinderungen) gesetzt werden. Das Ziel des Projekts besteht darin, ein gesamthaftes touristisches Angebot zu schaffen, das einen Beitrag zur regionalen Entwicklung und Naturerfahrung leistet. Gerade durch Neue Medien werden ökologische Zusammenhänge auf innovative Weise erfahrbar.

Projektpartner: TVB Lechtal

Förderprogramm: Interreg V Österreich-Deutschland/Bayern, Prioritätsachse 2

Gesamtkosten: € 480.000

Fördersatz: € 75 %